Nachrichten zum Thema Aktuell

16.04.2020 in Aktuell

Weg mit der Registrierung! Arbeitsgemeinschaften stärken, nicht zwergen!

 

„Wir lassen uns nicht spalten! Wir lassen uns nicht abhaken!“

Brief der Bundesvorsitzenden der AsF, Maria Noichl, MdeP:

Liebe Genossinnen und Genossen,  
 

seit dem 10. Februar 2020 herrscht in der ASF große Verunsicherung. Viele von Euch kennen den 
Hintergrund: Es geht um die vom Parteivorstand beschlossene neue Richtlinie für die Arbeits-gemeinschaften. Sie stellt die Basis der Arbeit aller Arbeitsgemeinschaften der SPD dar. Viele Punkte 
in dieser Richtlinie sind harte Sparmaßnahmen für uns: weniger Delegierte auf der BUKO bzw. weniger 
Mitglieder im ASF Bundesvorstand und vieles mehr.  

Ein Punkt jedoch erschüttert uns zutiefst:  

Die Registrierpflicht und die Teilung der SPD-Frauen in „registrierte“ und „nicht-registrierte“. 

Seit 1973 gibt es einen Grundsatz in der SPD: Alle Frauen, die der SPD angehören, sind automatisch 
Mitglieder der ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen). 

Genau dieser Grundsatz wurde nun verändert. SPD Frauen müssen sich in Zukunft extra registrieren lassen, um der ASF anzugehören. Um die Dimension dieser Entscheidung verstehen zu können, möchte ich als Bundesvorsitzende der ASF auf vier grundsätzliche Probleme hinweisen: 

1. Derzeit ist die ASF die größte politische Frauenorganisation in Deutschland. Durch die Registrierpflicht wird aus der ASF mit derzeit über 140.000 Frauen in Zukunft eine AG, der nur noch 
ein Bruchteil der SPD-Frauen angehören wird. Die Befürchtung, die ASF wird zerschlagen, ist nicht 
von der Hand zu weisen. Bedenkt: Bei der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz 2019 hat die SPD 
tausende Euro eingesetzt, trotzdem haben nur ca. 50 % von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. 
Selbst mit einer sehr teuren Werbekampagne für die Registrierung von uns Frauen, werden wir eine große Gruppe von Frauen verlieren und deutlich geschwächt sein.   

2. Das Wesen der ASF wird sich extrem verändern. Die ASF wird nicht mehr der Querschnitt der 
Frauen in der SPD sein, sondern eine Gruppe von ausgewählten, besonders an Feminismus 
interessierten Frauen. Wir werden also nicht einfach zahlenmäßig kleiner, sondern anders werden. 
Die ASF war immer eine breit aufgestellte Frauenorganisation innerhalb der SPD. Diese Gruppe 
bewusst soziologisch zu verengen verspielt ein breites Fundament, und steht gegen den Gedanken 
einer Volkspartei.  

3. Die Registrierpflicht ist im Februar neu für die ASF, 60+ und AfA eingeführt worden. Nur die Jusos 
sind davon ausgenommen. Sie müssen sich nicht registrieren. Jedes SPD-Mitglied unter 35 ist und 
bleibt automatisch Juso-Mitglied. Diese Ungleichbehandlung der großen Arbeitsgemeinschaften 
ist eine klare Diskriminierung der Frauen und Seniorinnen und Senioren gegenüber der 
Jugendvertretung. Dies ist nicht hinzunehmen.                                                                                           
Niemand will den Jusos ihre besondere Position als Jugendverband streitig machen. Sie sind eine 
sehr wichtige Gruppe innerhalb der SPD. Aber dies nehmen wir als die Gruppe der Frauen in 
gleicher Weise für uns in Anspruch. Gleichstellung ist und bleibt ein Kernpunkt der DNA der SPD. 

4. Die zahlenmäßige Größe der ASF hat Auswirkungen auf die Möglichkeit der Mitarbeit in 
Dachverbänden. So leitet sich die Anzahl der Stimmrechte beim Deutschen Frauenrat von unserer 
Mitgliederstärke ab. Auch unser Einfluss bei der europäische Schwesterorganisation „PES-Women“ 
steht auf dem Spiel. Das ist nicht hinnehmbar. Wir werden als ASF durch die Registrierpflicht 
somit innerhalb, aber auch außerhalb der SPD, Einflussmöglichkeiten verlieren - in Deutschland 
und in Europa. Dagegen kämpfen wir an! 

Liebe Genossinnen, liebe Genossen, 

als ASF kämpfen wir ums Überleben. Wir kämpfen für unsere Position innerhalb der Partei und unsere 
Position in der Gruppe von Frauenverbänden in Deutschland und Europa. Der Kampf ist ein bitterer, 
denn er findet in der Zeit von Doppelspitze und Forderungen nach Parität statt.  

Deshalb bitte ich Euch: Zeigt uns Eure Solidarität! Unterschreibt unseren Solidaritätsaufruf und lasst uns gemeinsam innerhalb der SPD mit einer kraftvollen ASF für eine bessere, gerechtere und gleichgestellte Welt kämpfen. 
 

https://asf-wir-lassen-uns-nicht-spalten.kommune3.org/mitgliederliste 

Also: anklicken – ausfüllen – teilen - solidarisch sein! 

Freundschaft 
Maria Noichl, MdEP 

ASF-Bundesvorsitzende 

25.03.2020 in Aktuell

Frauennotrufe und Frauenhäuser sind systemrelevant!

 

 

Unausweichlich, mit denselben Personen, über Wochen und auf begrenztem Raum, unter Stress, mit Sorge vor Krankheit, großer Verunsicherung, mit Zukunfts- und Existenzängsten - das alles birgt zusätzliches Konfliktpotenzial. Schon zu „Normalzeiten“ sind die eigenen vier Wände oft nicht das traute Heim. Häusliche Gewalt ist in Deutschland ein großes Problem. Ausgangsbeschränkungen werden den Druck in vielen Familien und Partnerschaften, insbesondere für Frauen und ihre Kinder, erhöhen.

Die Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, Maria Noichl stellt klar: „Kontaktsperren dürfen nicht dazu führen, dass Frauen keine Auswege mehr aus häuslicher Gewalt finden. Sie haben ungeachtet äußerer Umstände, das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Es braucht die Möglichkeit, dem häuslichen Terror zu entfliehen, Rat und Hilfe zu suchen und zu finden!“

17.03.2020 in Aktuell

Nachholtermin für Frauenkabarett steht!

 

Wir freuen uns, dass es so schnell geklappt hat! Trotz vollem Terminkalender haben wir mit dem Homburger Frauenkabarett und der Fritz-Wunderlich-Halle einen Abend für das neue Programm der 5 Frauen gefunden!

"Aber komisch ist das schon" wird am 02. Oktober 2020 nachgeholt!

Alle bereits gekauften Karten behalten dafür ihre Gültigkeit!

Weitere Infos gibt's unter: michaela.martin@spd.de

12.03.2020 in Aktuell

Absage Homburger Frauenkabarett!

 

Das Homburger Frauenkabarett am 20. März fällt aus!

Auf Empfehlung der Kreisverwaltung muss die Veranstaltung der AsF Rheinland-Pfalz mit dem Homburger Frauenkabarett aus Anlass des Interantionalen Frauentages am Freitag, den 20. März 2020, abgesagt werden.

Es ist uns nicht leicht gefallen, diese Entscheidung heute Morgen so zu treffen, so die Landesvorsitzende Anke Schneider, aber wir sehen auch die Verantwortung, die weitere Ausbreitung der Corona-Infektion zu vermeiden. Die Absage dient unser aller Schutz.

Es wird einen neuen Termin geben, wir sind bereits in Gesprächen und werden schnellstmöglich informieren. Alle Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit!

Wir hoffen auf euer Verständnis!

Kontakt für Rückfragen: michaela.martin@spd.de

07.03.2020 in Aktuell

Internationaler Frauentag 2020

 

„Die Vision des Feminismus ist nicht eine „weibliche“ Zukunft.

Es ist eine menschliche Zukunft.“

(Johanna Dohnal)

 

 

Der März steht im Zeichen der Gleichberechtigung.  Heute feiern wir den Internationalen Frauentag.

 Er entstand 1911 aus einer Initiative im Kampf um Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen heraus.

2018 blickten wir auf 100 Jahre Frauenwahlrecht zurück. Aber den Kampf um die Gleichberechtigung führen wir weiter. Und statt uns dem Ziel zu nähern, erleben wir einen Pushback von Frauen- und Menschenrechten, weltweit und in unserem Land.

Das Gift des Rassismus wirkt und ist immer verbunden auch mit Frauenfeindlichkeit.

Fassungslos mussten wir erst in jüngster Zeit rechtsextreme Attentäter in Toronto, Christchurch, Halle, und zuletzt in Hanau erleben, deren Motiv auch Hass auf Frauen war.

Feminismus und Gleichberechtigung kommen auf der Agenda der Rechtspopulist_innen nicht wirklich vor. Im rechten politischen Spektrum ist der Feminismus der Feind, je weiter nach rechts, desto aggressiver sind die Angriffe auf Gleichberechtigung.

Der Norweger Anders Breivik, der 2011 in Oslo und auf der Insel Utöya insgesamt 77 Menschen erschoss, schrieb: "Das Erstarken des Feminismus bedeutet das Ende der Nation und das Ende des Westens". 

Diese Ressentiments verbreiten sich mit rasanter Geschwindigkeit nicht nur im Netz. Sie vergiften unsere Gesellschaften.

Immer öfter und unverhohlener hören und lesen wir Diskurse um „Gender“, über die Vorstellung von den „richtigen“  Familiennormen und Lebensformen.  Und dabei inszenieren sich Rassisten als die Verteidiger der Frauen.

Sie ziehen Grenzen um Nationen und Kulturen. Weil die Bedrohung in ihrem Weltbild nur von außen kommen kann. Die Gewalt weißer Männer an weißen Frauen wird ausgeblendet.

Sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung wird geleugnet. 

Paritätische Teilhabe bei der Gestaltung unserer Gesellschaft findet in ihrer Welt nicht statt.

Geschlechtergerechtigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine freiheitliche Demokratie. Sie schützt vor patriarchalen „Pushbacks“ und vor Extremismus.

Wir brauchen eine OFFENSIVE GEGEN DEMOKRATIEZERSTÖRER*INNEN

fordern wir gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat.

Wir stehen gerade heute am Internationalen Frauentag auf und wehren uns  weltweit gegen alle Spaltungsversuche in ein „Wir“ und „die anderen“, in Menschen mit mehr Rechten und anderen mit weniger Rechten.

Wie gut es um eine Demokratie bestellt ist, lässt sich auch daran ablesen, wie gut eine Gesellschaft mit ihren Frauen umgeht. Geschlechtergerechtigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine freiheitliche Demokratie. Sie schützt vor patriarchalen "Pushbacks" und vor Extremismus.

Dafür stehen wir heute zusammen!

  

AsF auf Facebook

 

Die AsF RLP ist natürlich auch auf Facebook aktiv, wie viele von euch auch. Zudem gibt es nun ja auch das Netzwerk der aktiven Frauen in der SPD RLP, ein Forum für Diskussionen, Austausch und vieles mehr. Und das gibt es jetzt auch auf Facebook!

In der geschlossenen Gruppe „Netzwerk aktiver Frauen in der SPD“ könnt ihr euch, eure Arbeit, eure Veranstaltungen teilen, euch untereinander austauschen, diskutieren!

Macht mit und meldet euch an!

Gemeinsam sind wir stark!