Es war das 13. Barcamp in Folge, zu dem der Landesvorstand der rheinland-pfälzischen SPD-Frauen eingeladen hatte.
Einen ganzen Tag lang setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Themen Sozialstaat, Gleichstellung und Demokratie auseinander. Die Anwesenheit des Generalsekretärs Marc Ruland am Vormittag wurde zu einem Meinungsaustausch über die Landes- und Bundespolitik, und für die zurückliegenden und kommenden Wahlen genutzt.
Die deutlichen Stimmengewinne der in Teilen rechtsradikalen AfD bei der Europa- und Kommunalwahl, dass insbesondere so viele junge Menschen für die AfD gestimmt haben und die derzeitige Politik der Bundesregierung wurden angesprochen. Auch die aktuelle Diskussion um Migrantinnen und Migranten, die Wirkung von Hass und Hetze im Netz waren Thema, verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Partei allen demokratiefeindlichen Bewegungen energisch entgegenstellt.
Mit den Schwerpunktthemen des diesjährigen Barcamps – Sozialstaat, Gleichstellung und Demokratie- setzten sich die Anwesenden in drei Arbeitsgruppen auseinander. Eine Forderung war, demokratisches Handeln bereits in Kita und Schule sehr viel stärker als bisher zu lehren und einzuüben. Die AG Sozialstaat sprach sich gegen eine Kürzung des Bürgergelds aus und forderte ein neuerliches Nachdenken über das bedingungslose Grundeinkommen. Dass das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern noch lange nicht ad acta gelegt werden kann, zeigte sich deutlich an den Diskussionsergebnissen der der AG Gleichstellung. Nachholbedarf gäbe es auch in der SPD, so seien nur 30% der Mitglieder weiblich.
In einer zweiten Arbeitsgruppenrunde wurden die Themen Care-Arbeit und Bildung bearbeitet und Anträge für kommende Konferenzen daraus entwickelt. So wird es Anträge zur Ausgestaltung von Pflegestützpunkten und zur Kita-und Schulsituation in RLP geben.
Die Ergebnisse sind wie immer Auftrag für den Landesvorstand und werden sicher schon auf der Landeskonferenz im November als politische Forderungen eingebracht.
