Herzlich Willkommen

in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Rheinland Pfalz!

 

28.06.2016 in Aktuell

Herzlich Willkommen

 
Anke Schneider-Hüsch Bildquelle: Marion Klein und Erika Roth

 

Wir Frauen in der AsF bringen die Interessen und Forderungen der Frauen in die Partei, mit dem Ziel, dass die politische Willensbildung gleichermaßen von Männern und Frauen getragen wird. Die AsF ist der Gesamtpartei immer ein Stück weit voraus und vertritt nicht immer die identischen Positionen der SPD. Doch im Laufe der Zeit werden die von uns Frauen vorgedachten und vorformulierten Positionen übernommen und umgesetzt. Schade, dass es allzu oft ein bisschen spät passiert.

Nur eine kleine Auswahl unserer Themenfelder findest du hier. Wir in der AsF leisten damit einen Beitrag für eine moderne, zukunftsgerichtete Politik der SPD, in der Gleichberechtigung allumfassend ist.

Hierfür brauchen wir auch deine Unterstützung.

 

Mach mit, werde AsF-Frau!

Anke Schneider-Hüsch

ASF-Landesvorsitzende

 

„Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“  (aus dem Hamburger Programm der SPD)

Pressemitteilung

10 Jahre AGG – Ein Regelwerk gegen Diskriminierung

Am 18. August 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten, basierend auf den europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien. Das Gesetz, schon während seiner Entstehung kontrovers diskutiert, soll Diskriminierungen verhindern und beseitigen, die z.B. auf ethnischer Herkunft, dem Geschlecht, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität beruhen, im Arbeitsleben, bei der Wohnungssuche, oder ganz allgemein bei Rechtsgeschäften im Alltag.

Zielsetzung war es aber auch, die Gesellschaft zu sensibilisieren und so einen diskriminierungsfreien Umgang miteinander zu fördern.

Soweit die Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus? Eine Bestandsaufnahme zum Geburtstag des AGG machten die Frauen des Landesvorstandes der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) in Rheinland-Pfalz auf ihrer letzten Klausur-Tagung.

Das AGG hat sicher einen festen Platz im Normengerüst des Arbeitsrechts eingenommen. Aber noch sind nicht alle Konflikte um Diskriminierung, Ausgrenzung, Integration und Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt gelöst. Wir brauchen ein Lohngleichheitsgesetz, das die Regelungen und Zielsetzungen des AGG unterstützt, findet Anke Schneider-Hüsch, Landesvorsitzende der AsF in Rheinland-Pfalz.

Positiv hat sich das AGG als Mittel gegen Altersdiskriminierung bewährt. Eine deutlich bessere Integration Älterer in den Arbeitsmarkt ist sicher auf das AGG zurückzuführen, meint auch Dr. Agnes Allroggen-Bedel, stellvertretende Bundesvorsitzende der AsF.

Viel ist in den letzten 10 Jahren geschehen, das Gesetz hat sicher dazu beigetragen, dass Menschen weniger benachteiligt werden.

Aber immer noch sind Benachteiligungen zu registrieren, einen umfassenden Diskriminierungsschutz stellt es nicht dar, denn der Geltungsbereich ist eingeschränkt und einige Zugangshürden für manche Betroffene zu hoch.

Auch wenn es in den letzten 10 Jahren eine zunehmende Sensibilisierung der Gesellschaft für das Erkennen von Benachteiligungen und Diskriminierungen gegeben hat, zeigen sich Mängel, die eine Nachbesserung und Anpassung des AGG notwendig machen.

Einen wesentlichen Punkt sieht Anke Schneider-Hüsch in der Schaffung eines Verbandsklagerechts, um Betroffene von dem finanziellen Risikos eines Verfahrens zu entlasten, und ihnen damit auch eine psychische Unterstützung im Verfahren zu sichern. Auch die bisher geltende Frist zur Geltendmachung einer Diskriminierung von 2 Monaten hat sich als viel zu kurz erwiesen.

„Unbestritten hat das Gesetz dazu beigetragen, dass Menschen weniger benachteiligt werden. Ein diskriminierungsfreier Umgang muss aber weiterhin noch besser gefördert werden. Damit sich die Grundsätze des AGG auch weiter durchsetzen in der Gesellschaft zu mehr Offenheit und Toleranz, wird das Geburtstagskind AGG angepasst und weiterentwickelt werden müssen“, so die Landesvorsitzende in ihrem Fazit.

AsF Rheinland-Pfalz, Anke Schneider-Hüsch